#kannmansichleisten Der Porsche 911 GT3 RS ist eine Männerphantasie vom Feinsten, doch rufen die Zuffenhausener auch Phantasiepreise dafür auf. Günstiger bestellt man den Elfer im dänischen Billund.

   Stuttgart, Billund/Dänemark. Für eine Runde mit dem 911 GT3 RS würde so mancher Kerl einiges – und einige – liegen und stehen lassen und schon beim Durchblättern des Prospekts bekommen echte Kerle nasse Augen und andere feuchte Stellen. Doch spätestens beim Erreichen der Preisliste platzen die Tagträume wie Seifenblasen, und sämtliche Vorfreude fällt in sich zusammen: Mindestens 182.000 Euro will der Porsche-Händler sehen, um zumindest das Basis-Modell bereit zu stellen.

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   Doch es geht auch günstiger: Für nur 299,99 Euro muss man sich weder mit abgehobenen Verkäufern in dunkelblauen Maßanzügen rumschlagen, denen die Bedeutung des Worts „verkaufen“ nicht ganz geläufig zu sein scheint, noch mit untersetzten Bankberatern in zu enger Stangenware, die einem, den eigenen Dacia-Schlüssel vor dem geistigen Auge, mit großem Bedauern und hämischem Grinsen zugleich mitteilen, dass man vielleicht erstmal den Dispo ausgleichen sollte, ehe man um einen Barkredit bittet.

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   Nein, das muss Mann sich wirklich nicht antun. Besser man geht gleich zum nächsten Lego-Store, wo der Elfer in 2704 Teile zerlegt auf seinen neuen Besitzer wartet. Zugegeben, mit den 500 PS des Originals kann der Bausatz im Maßstab 1:8 nicht ganz mithalten, doch haben sich die Ingenieure des dänischen Steinchenherstellers ähnlich viel Mühe gegeben, wie die Techniker in Zuffenhausen, und unter anderem ein funktionsfähiges Doppelkupplungsgetriebe mit vier Gängen und Schaltpaddeln am Lenkrad, Rennsitze und ein Handschuhfach mit einmaliger Seriennummer realisiert. Für Stammtischgespräche reicht das allemal, und mit dem Lego-Elfer muss man sich wenigstens nicht vorwerfen lassen, man würde doch nur irgendwas kompensieren wollen…